Flyer für Immobilienmakler: Was drauf gehört und wo er landet

Sjoerd Hylkema
Sjoerd Hylkema26. September 2026 · 4 Min. Lesezeit
Immobilienmakler mit Flyer vor Einfamilienhaus in der Nachbarschaft

Viele Makler kennen das. Ein Samstag, ein Stapel Flyer, ein paar Straßen im eigenen Gebiet. Am Montag klingelt das Telefon genau einmal, und am anderen Ende ist ein Mieter, der fragt, ob die Wohnung nebenan noch frei ist.

Der Flyer war gut gemacht. Das Problem lag woanders. Genau darum geht es in diesem Artikel: was ein Flyer für Immobilienmakler braucht und warum selbst der beste Flyer oft nie bei dem Menschen ankommt, für den er gedacht ist.

Was auf einen guten Flyer für Immobilienmakler gehört

Die meisten Flyer scheitern nicht am Design. Sie scheitern daran, dass sie zu viel wollen: Leistungsübersicht, Firmengeschichte, drei Objekte, QR-Code, Bewertungsangebot. Der Eigentümer schaut drei Sekunden drauf und entscheidet dann, ob er weiterliest.

Was in diesen drei Sekunden funktioniert:

  • Ein Anlass. „Wir haben in Ihrer Straße verkauft“ oder „Neu im Verkauf, nur zwei Häuser weiter“ wirkt viel stärker als „Ihr Makler für die Region“.
  • Ein echtes Foto. Das Objekt aus der Nachbarschaft, das die Leute kennen. Kein Stockfoto mit Schlüsselübergabe.
  • Ein Gesicht. Ihr Foto und Ihr Name. Eigentümer geben ihr Haus einem Menschen, nicht einem Logo.
  • Eine einzige Bitte. Zum Beispiel eine kostenlose Einschätzung, was die eigene Immobilie heute wert ist. Nicht fünf Angebote auf einmal.

Wenn Ihr Flyer diese vier Dinge hat, ist er besser als die meisten, die im Briefkasten landen.

Das eigentliche Problem: Wo der Flyer landet

Hier wird es unangenehm. Ein Flyer, der als Postwurfsendung oder über einen Verteildienst verteilt wird, landet in jedem Briefkasten der Straße, egal wer dahinter wohnt.

In vielen Wohngebieten sind das eben nicht nur Eigentümer. Es sind Mieter, Büros, Arztpraxen und leerstehende Wohnungen. Für Ihre Akquise sind sie alle uninteressant, aber Druck und Verteilung bezahlen Sie trotzdem.

Dazu kommt der kleine Aufkleber am Briefkasten: „Bitte keine Werbung“. Dort darf ein unadressierter Flyer nicht eingeworfen werden. Das Ärgerliche daran: Hinter genau diesen Aufklebern wohnen oft die Menschen, die seit zwanzig Jahren im eigenen Haus leben. Also genau die Eigentümer, die irgendwann verkaufen.

Gehen Sie einmal bewusst durch Ihr Gebiet und zählen Sie die Aufkleber. Viele Makler sind überrascht, wie hoch der Anteil ist.

Ein Rechenbeispiel: Was ein Immobilien-Flyer wirklich kostet

Nehmen wir an, Sie lassen 3.000 Flyer verteilen. Druck und Verteilung kosten Sie angenommen 35 Cent pro Stück, also rund 1.050 Euro.

Landen davon nur 800 tatsächlich bei Eigentümern, die zu Ihrer Zielgruppe passen, dann kostet Sie jeder erreichte Eigentümer nicht 35 Cent, sondern gut 1,30 Euro. Die übrigen 2.200 Flyer haben Sie für Mieter, Büros und das Altpapier bezahlt.

Die Zahlen sind ein Beispiel. Rechnen Sie es mit Ihren eigenen Preisen und Ihrem Gebiet nach. Das Muster bleibt meistens gleich: Der günstige Stückpreis täuscht.

Wie der Flyer beim richtigen Eigentümer ankommt

Die Alternative ist nicht, gar nichts mehr zu verschicken. Sie besteht darin, nur noch dorthin zu verschicken, wo es sich lohnt, und zwar adressiert.

Mit dem Nachbarschafts-Mailing von MY VIVENDA legen Sie vorher fest, wen Sie erreichen wollen: zum Beispiel nur Häuser mit hoher Eigentümerquote, einem bestimmten Baujahr, passender Wohnfläche oder Kaufkraft. Wir drucken, adressieren mit dem Familiennamen und lassen über die Deutsche Post zustellen.

Weil die Sendung persönlich adressiert ist, kommt sie auch in Briefkästen mit „Keine Werbung“-Aufkleber an. Der Aufkleber gilt nur für unadressierte Werbung. Und ein Brief mit dem eigenen Namen wird eher gelesen als ein Flyer zwischen Pizza-Menü und Supermarkt-Prospekt.

Ihr Aufwand: ein paar Minuten am Rechner. Kein Samstag mit einem Stapel Flyer unter dem Arm.

Was Sie für Ihren nächsten Flyer mitnehmen können

Ob Sie weiter verteilen oder adressiert verschicken: Der Inhalt entscheidet, ob jemand anruft. Dafür reichen ein Anlass aus der Nachbarschaft, ein echtes Foto, Ihr Gesicht und eine klare Bitte.

Wo der Flyer landet, entscheidet, ob ihn überhaupt jemand sieht.

Häufige Fragen zu Flyern für Immobilienmakler

Darf ein Makler-Flyer trotz „Bitte keine Werbung“-Aufkleber eingeworfen werden?

Nein, nicht als unadressierte Wurfsendung. Der Aufkleber schließt unadressierte Werbung aus. Persönlich adressierte Post ist davon nicht erfasst, solange der Empfänger nicht ausdrücklich auch adressierter Werbung widersprochen hat.

Was gehört auf einen Flyer für Immobilienmakler?

Ein konkreter Anlass aus der Nachbarschaft, ein echtes Objektfoto, Ihr Foto mit Namen und genau eine Handlungsaufforderung, zum Beispiel eine kostenlose Wertermittlung.

Was kostet ein Immobilien-Flyer pro erreichtem Eigentümer?

Das hängt davon ab, wie viele Flyer tatsächlich bei Eigentümern landen. Erreicht nur ein Viertel der Sendungen Ihre Zielgruppe, zahlen Sie pro Eigentümer etwa das Vierfache des Stückpreises. Adressierte Sendungen an ausgewählte Eigentümerhaushalte vermeiden diesen Streuverlust.

Sjoerd Hylkema, Gründer MY VIVENDA

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